GOLEM kommen zwar aus Italien, haben mit dem mir mittlerweile schon richtig verhassten Spaghetti Metal aber so was von gar nix zu tun. Die Herren fahren ein Death Metal Brett der allerersten Güte auf, sind definitiv große Fans von Children of Bodom (denen sie zeitweise schon frappierend ähneln), verstehen es aber auch geschickt ihre eigene Note mit ins Spiel zu bringen.
Schon mit dem Einstieg „Ever Been To Hell“ (In Flames lassen leicht grüssen) kann das Quartett aus Bari rundum überzeugen und auch die folgenden Nummern halten das an sich schon relativ hohe Qualitätslevel ohne Mühe. Der Titelsong gefällt mit seinen zeitweise gekeiften Vocals - „The Dark Passenger“ ist sogar höchst melodisch, zwar mit einer Spur zu viel Kitsch in den Keyboards, dafür aber mit vollends überzeugenden Vocals – „Like A Cage“ und „World of Lies“ vereinigen melodische Schwedenschule mit Ohrwurmtauglichen Refrains, und einen Tick besser ist dann noch „Murder God“, nicht ganz so speedig, wie immer höchst Melodie betont, irgendwie auch die dringend nötige Abwechslung bei den ansonsten doch eher schnell gehaltenen Nummern.
Eine der wenigen Bands aus Italy, die auch mich begeistern konnte, die Routine aus drei vorangegangenen Veröffentlichungen ist ebenso zu spüren, wie der Hunger nach mehr, und dieses Mehr kann eigentlich nur ein Record Deal sein, verdient hätten es sich Matteo De Bellis samt Anhang allemal, weiß neben der Musik doch auch die Aufmachung der CD und auch der glasklare aber zu jeder Zeit druckvolle Sound zu überzeugen.
- reini
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